Biologische Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlagen für einzelhäuser

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Die biologischen Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlagen der NV- Art sind für die Behandlung, Reinigung und Klärung von Haushalts- oder ähnlichen Abwässern aus der Küche, dem Badezimmer, den Toiletten sowie anderen Räumlichkeiten der gleichwertigen Bestimmung konzipiert. 

In die Kläranlage dürfen nicht gelangen:

  • Oberflächenabfluss (von Dächern, Höfen u.ä.);
  • Abwässer aus den Garagen und anderen Räumlichkeiten für den nicht alltäglichen Gebrauch;
  • Wasser aus den Bädern oder anderen Wasserbehältern und -becken, die größer als 1m3 sind;
  • chemische Stoffe, deren Gelangen in die Kanalisationssysteme gemäß deren Gebrauchsbestimmung nicht vorgesehen ist (Erdölprodukte, Agrochemie u.ä.);
  • Wasser nach der Regeneration von Wasserenthärtungs-/ Wasserenteisungsfiltern;
  • chemische Mittel für den alltäglichen Gebrauch im Haushalt (Wasch-, Bleich-, Weich-, Entfettungsmittel) sind nach den Herstellerempfehlungen zu gebrauchen.
Vorteile der Anlage: 
- die Anlagen werden diverser Leistungsfähigkeit hergestellt;
- Hochleistungs- Klärung, werden 95-98 % Verschmutzungen und Verunreinigungen entfernt;
- keine beweglichen Innenteile, die gewartet oder ausgetauscht werden müssen;
- dauerhaft haltbare leichte glasfaserverstärkte Plastkonstruktion, (einwandfrei zum Transport); 
- ruhiger und geruchsloser Betrieb;
- geklärtes Abflusswasser ist klar und geruchlos;
- minimaler Stromverbrauch;
- keine zusätzliche Filteranlage notwendig;
- einfache Wartung und Verfahrensautomatisierung;
- nicht komplizierte Montage. 
Die NV- Abwasserbehandlungs- und Kläranlagen sind von drei Ausführungen
  • NV- a - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm mit dem Fäkalienwagen abgesaugt bzw. abgezogen wird;
  • NV- m - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm in die Filtrationssäcke gepumpt wird;
  • NV- t - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm in den Schlammverdichter bzw. Schlammverdickungsapparat gepumpt wird. 

Erklärung über die Leistungsmerkmale

Geltende Norm: EN 12566-3:2005+A2:2013 Benachrichtigte Behörde: NB1397, Zentrum zur Zertifizierung von Bauprodukten

Technische Information

Die NV- Abwasserbehandlungs- und Kläranlagen sind von drei Ausführungen:

  • NV- a - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm mit dem Fäkalienwagen abgesaugt bzw. abgezogen wird;
  • NV- m - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm in die Filtrationssäcke gepumpt wird;
  • NV- t - Haushaltsabwasserbehandlungs- und Kläranlage, wenn der Überschussschlamm in den Schlammverdichter bzw. Schlammverdickungsapparat gepumpt wird.

BIOLOGISCHE ABWASSERBEHANDLUNGS- UND KLÄRANLAGE DER ART NV – A

Die Abwasserkläranlage der Art NV-A besteht aus zwei Kammern, die sich in einem Behälter befinden (Abb.1). Die Abwässer, die in die Anlage einfließen, gelangen vor allem in die innere Kammer, wo sie mit dem Aktivschlamm mittels der Luft gemischt werden. Für die Lebenserhaltung des Aktivschlammes und des inneren Rücknahmeverfahrens von zu klärenden Abwässern ist die gepresste Luft notwendig. Die Luft wird mit dem Lufterzeuger (Luftgebläse) geliefert. Die biologische Klärung ist die Reinigung mit dem Aktivschlamm, der die Tätigkeit von Mikroorganismen zugrunde liegt. Das Ziel des Prozesses ist die löslichen, Kolloid- und biogenen Stoffe aus den Abwässern in den Aktivschlamm zu verbinden und den Aktivschlamm abzuscheiden. Die die Flocken zu bildenden Mikroorganismen vermehren sich, bilden die bestimmten Gruppen, an die die Protozoen bzw. Urtierchen und die anderen Lebewesen anhaften. Von den Mikroorganismen werden die organischen Stoffe metabolisiert („gefressen” und zersetzt) sowie biologisch zersetzt. Im Belüftungsbereich erfolgt die Zersetzung von organischen Stoffen und Bildung des Aktivschlammes. Aus der Belüftungskammer gelingt die Aktivschlammmischung zur Außenkammer (zur zweiten Absetzkammer bzw. Klärapparat), wo der Aktivschlamm durch die Wirkung der Gravitationskräfte sich abtrennt und zum Unterteil der Anlage absetzt, und das abgeschiedene geklärte Wasser nach oben steigt und abfließt. Durch die Erhöhung der Masse von Mikroorganismen erhöht sch auch die Menge des Aktivschlammes. Der Überschussschlamm wird mit dem Fäkalienwagen durch die Absaugung von zwei Dritteln der Anlagenkapazität beseitigt.

Hauptbauteile:

1-Gehäuse (glasfaserverstärkte Plaste)
2- Beobachtungs- und Kontrollhaube
3- Bio-Beschickung
4- Diffusor
5- Eintritts-/ bzw. Einlassrohr
6- Abflussrohr
7- Luftversorgungsrohr
8- Luftgebläse

Zusätzlich wird vervollständigt und bestückt mit:
9- Erhöhungsring
10- Kasten für Luftgebläse
Abb.1  Biologische Kläranlage der NV-a Art
Kenndaten- Tabelle biologische Haushaltsabwasserkläranlage der NV-a Art

Technische Daten

Abb. 2 Hauptabmessungen der Anlage NV-A 


Hauptbaumaße der Anlage

Vom Hersteller werden die Änderungen von Messdaten der Anlage durch die Erhaltung der Klärleistung vorbehalten.

H* - wird nach erforderlicher Höhe abgestimmt.

Anlagenmontage

Vorbereitung des Aufstellungsortes


1. Die Montage der Anlage und von deren Funktions- und Betriebssicherheit zu sichernden Systemen ist es anhand der Bestimmungen des technischen Bau- und/oder Arbeitsprojektes auszuführen. Für die angeführten Berechnungen bei der Erstellung des technischen Bau- und Arbeitsprojektes haftet der Entwerfer.

2. Die Beobachtungs- und Kontrollhaube sollte für die ständige Überprüfung und damit das System richtig funktioniert zugänglich gemacht werden.

3. Überprüfen Sie, welchen Durchmesser das Abwasser- bzw. Kanalisationsrohr hat. Überzeugen Sie sich davon, dass ein Gefälle erhalten wird, das für die Versicherung des Selbstabflusses des Abwassers zur Anlage von notwendig ist.

4. VORBEREITUNG FÜR DIE ERDARBEITEN: machen Sie den Aufstellungsort sauber, wenigstens ein Halbmeter weiter als die Kläranlage selbst.

5. ERDARBEITEN: die Erdarbeiten werden streng nach den Bestimmungen der Norm STR 1.07.02:2005, des technischen Bau- und/oder Arbeitsprojektes und den allgemeinen Normen der Baumontage durchgeführt.

In dem Fall, wenn man bei der Durchführung von Aushubarbeiten mit den in den Projektzeichnungen nicht angegebenen Anlagen oder Versorgungsleitungen sich zusammenstoßt, müssen die Arbeiten unverzüglich eingestellt und darüber die technische Bauaufsicht auszuführende oder eine andere dazu ermächtigte Person in Kenntnis gesetzt werden. Nur nach der Einholung der Zustimmung über die Fortsetzung von Arbeiten dürfen die Arbeiten in diesem Bereich fortgesetzt werden.

Nach dem Abschluss von Erdarbeiten bis zur Projekthöhenlage wird der Grund überprüft, ob kein schwacher oder aufgeweichter Erdboden, Aushub usw. vorliegt. Solche Erdböden müssen bis zur von der die Bauaufsicht auszuführenden Person angegebenen Tiefe entfernt und mit dem geeigneten Erdboden durch dessen Verdichtung zugeschüttet werden. Es wird der Aufstellungsort bis zur im Projekt angeführten Höhenlage vorbereitet, der Erdboden verdichtet und festgestampft (Verdichtungskoeffizient vom 0,95 ÷ 0,98, Verdichtungsschicht ca. 200 - 300 mm) werden.

Montage der biologischen Abwasserkläranlage der NV – a, NV-m Art


1. Die Montage der Abwassre- Kläranlage erfolgt nach den Bestimmungen der Norm  EN 976-2.

2. Die Kläranlage wird laut dem im voraus erstellten und mit den zuständigen Behörden abgestimmten technischen Bau- und/oder Arbeitsprojekt zusammengebaut.

3. Es wird eine Grube ausgehoben, die den Abmessungen der Anlage nach der Einschätzung von Bodeneigenschaften entspricht. Das Ausheben wird beim Verbleib von 20-30 cm bis zur Projekttiefe der Grube unterbrochen. Weiter wird manuell, d.h. mit dem Spaten bzw. der Schaufel ausgehoben. Auf dieser Weise wird man erreicht, dass die Anlage mit ihrem Boden auf die nicht berührte Grubensohle sich aufstützt.

4. Vor dem Hinunterlassen der Anlage in die Grube, IST ES NOTWENDIG ZU ÜBERPRÜFEN, ob die Tiefe des Abwasserzufuhrrohres und die Höhe der Abwasseranfluss- Muffe der Kläranlage sowie die Winkel  der Anfluss- und Abflussrohre der Kläranlage übereinstimmen.

5. Die Anlage wird in die Grube mittels typischen Windwerken gesetzt. Nach dem vorsichtigen Hinunterlassen der Anlage in die Grube werden die Anlagen mit einem Nivelliergerät geebnet. 

6. Damit die Kläranlage sachgerecht funktioniert, ist es wichtig, dass die im oberen Teil der Anlage sich befindende Abwasserüberlaufschwelle horizontal ist. Dies wird durch den Wasserauflauf der im oberen Teil sich befindenden kreisförmigen Rinne (deren innere Seitenwand eine Überlaufschwelle ist) am Anfang der Montage und durch die Korrigierung der Lage der ganzen Kläranlage mit Hilfe der Wasserwaage nach dem Stand dieser Wasseroberfläche hinsichtlich der Überlaufschwelle erreicht. Damit beim Wasserauflauf bzw. beim Übergießen der Rinne mit dem Wasser es nicht heraus fließt, ist es notwendig, vorläufig die Auslaufmuffe zu schließen.

Abb. 2

7. Der Abschnitt zwischen den Rändern der Grube und der Kläranlage wird schrittweise mit dem im voraus zum Montageort zugestellten Sand zugeschüttet, der in 20-30 cm dichten Schichten durch eine gute Verdichtung deren mit Hilfe von bestimmten Arbeitsgeräten geschüttet wird. Wenn der Sand trocken ist, muss er während der Verdichtung mit Wasser befeuchtet werden.

8. Während der Montage (oder bei einem hohen Grundwasserstand) beim Zuschütten der Grube mit Sand um die Anlage herum wird auch zugleich die Anlage schrittweise mit dem Wasser gefüllt. Dies wird so ausgeführt: es wird eine 20-30 cm dicke Sandschicht in die Grube um die Anlage herum geschüttet und zugleich die Anlage 20-30 cm hoch mit dem Wasser gefüllt. Dies wird auch weiter wiederholt, beim Schütten je 20-30 cm Erdschicht um die Anlage herum und beim Füllen je 20-30 cm hoch der Anlage mit dem Wasser.

9. Der Anlagekörper wird mit Sand bis zu den Eintritts-/Abflussrohransätzen/- stutzen zugeschüttet, die nachdem mit den Eintritts-/Abflussrohren verbunden werden.

10. Nach dem Zuschütten der Anlage mit Sand bis zum oberen Teil der Anlage, setzen Sie den Deckel bzw. eine Abdeckung auf, damit bei der Ausführung von weiteren Zuschüttarbeiten der geschüttete Sand in den inneren Teil der Kläranlage nicht gelingt.

11. Wenn die Vertiefung der Anlage mehr als 1,2 m beträgt, ist es notwendig, einen zusätzlichen Erhöhungsring aufzusetzen bzw. zu legen (gegebenenfalls gehört zur Bestückung). Er wird ohne zusätzliche Befestigungen aufgesteckt und mit Silikon abgedichtet.

12. Zum Abschluss wird die ganze Anlage mit dem Erdboden bis zur Projekthöhenlage zugeschüttet (es wird empfohlen: wenn die Anlage auf der Fahrbahn aufgestellt wird; 50 – 70 mm von der Bodenoberfläche – wenn auf einem Rasen in den Wohnbauvierteln aufgestellt wird, und 200 mm, wenn die Anlage auf den unbebauten Gebieten bzw. Geländen aufgestellt wird (Punkt 450 der Norm STR 2.07.01:2003)).

Abb. 3

13. Bei einem hohen Grundwasserstand muss die Anlage an eine Eisenbeton- Unterlage verankert werden. Es sind einige Befestigungsverfahren möglich (siehe Abb. 6 a und b). Nach dem Hinunterlassen der Ankerplatte sie mit der ca. 10 - 20 cm dicken Sandschicht zu zuschütten und die Schicht zu verdichten. Nachdem ist die Anlage auf der Ankerplatte aufzustellen.

Abb. 4

Im Stahlbetonring werden zwei Öffnungen gebohrt. Ein Ende des Seils aus rostfreiem Stahl wird über die Bohröffnungen, und das andere über die Halterungen der Abwasser- Kläranlage durchgesteckt. Die beiden Seilenden werden mit den Verschraubungen verschraubt. Die Stahlbetonringe werden von der Anlage in einem Abstand gelegt, damit zwischen dem seil und der Abwasser- Kläranlage ein ca. 20-Grad-Winkel entsteht.